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Warf sieben Tore: Sebastian Rabe BILD: TSG Hatten-Sandkrug |
DIEPHOLZ ▪ Die TSG Hatten-Sandkrug ist die einzige Mannschaft, die der HSG Barnstorf/Diepholz in der Saison 2011/2012 drei Punkte abgenommen hat. Und sie hat den lange souveränen Tabellenführer der Handball-Oberliga in eine schwierige Situation gebracht. Mit 26:23 (13:12) gewannen die Sandkruger, die der HSG im Hinspiel ein 26:26 abgerungen hatten, am späten Freitagabend in Diepholz. Die Gastgeber, die in der Hinrunde nur diesen einen Zähler abgegeben hatten, verloren bereits zum zweiten Mal in Folge und liegen damit zwei Punkte hinter dem Tabellenführer TSV Bremervörde, dessen Torverhältnis zudem um elf Treffer besser ist. „Das war schon gut“, lobte TSG-Trainer Henning Sohl den Auftritt seiner Spieler in der Mühlenkamphalle. „Wir haben bei einem der Liga-Favoriten gewonnen.“
Der doppelte Punktgewinn tat aber auch den Sandkrugern gut. Sie verbesserten sich vom neunten auf den siebten Platz. Die TSG hielt gegen den Tabellenzweiten, der die Spitzenposition am Vorwochenende durch ein 27:28 bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen eingebüßt hatte, vom Anpfiff an gut mit. Die Führung wechselte zunächst hin und her. Beim Pausenpfiff stand es 13:12 für die Diepholzer, denen der ehemalige TSG-Spieler Nils Mosel (Grippe) fehlte.
Nach Wiederanpfiff änderte sich am Spielverlauf zunächst nichts. Treffer der TSG, konterte die HSG – und umgekehrt. In der 37. Minute lagen die Sandkruger mit 16:15 vorn. Sie wurden aber noch ein bisschen stärker. Das Team um den überragenden Sebastian Rabe, der mit unwiderstehlichen Einzelaktionen die offensive Abwehr der Gastgeber immer wieder düpierte, setzte sich bis auf 22:17 ab (47.). In dieser Phase schüttelte Björn Schilke, der bis dahin großes Wurfpech gehabt hatte, dieses ab. „Er hat wichtige Tore gemacht“, sagte Sohl. Außerdem überzeugte die Sandkruger Abwehr, die zunächst in der 6:0- und in der Schlussphase in der 5:1-Formation agierte. Deren großer Rückhalt war Jan-Peter Steffens. Er war in der 23. Minute für Christoph Kuper, der in der vergangenen Woche krankheitsbedingt nicht trainiert hatte, ins TSG-Tor gekommen war. Eine „bärenstarke“ Leistung bescheinigte Sohl auch Rechtsaußen Marco Kirschen (4 Tore), der eigentlich auf der anderen Außenbahn zu Hause ist.
Der Fünf-Tore-Vorsprung der TSG schmolz zwar noch ein wenig, in Gefahr kam ihr Sieg aber nicht mehr. Dazu war der Siegeswille der Sandkruger zu groß. „Wir haben uns den Erfolg erkämpft“, lobte Sohl.
[nwz-online.de 06.02.2012]